Ein großer Teil der Gebäudesubstanz ist auch unter Beibehaltung der Nutzung nicht weiter wirtschaftlich und funktional zu betreiben, da sich die Anforderungen im Laufe der Zeit grundlegend gewandelt haben.

Eine reine Instandsetzung der Gebäude auch unter Erneuerung der technischen Infrastruktur ist daher oftmals nicht ausreichend.
Hier bedarf es oftmals einer grundsätzlichen Anpassung der Gebäudestruktur, die nur mit zum Teil radikalen Eingriffen erzielt werden kann. Der dabei oftmals aufgestellten These von der Unwirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen muss mit Nachdruck widersprochen werden. Auch eine komplette Umstrukturierung ist in der Regel deutlich kostengünstiger als ein Neubau, insbesondere wenn für den Bestand keine Nachfolgenutzung gefunden wird.
Mit dem Umbau des Studentenwohnheims "Neue Burse" 2.BA konnte aufgezeigt werden, dass die Realisierung dieses Ansatzes möglich ist. Der Totalabriss, der bereits totgesagten Wohnanlage konnte verhindert, der Verbrauch von Ressourcen in der Bauphase und während der Nutzung radikal reduziert werden.

Mit 75 % der Baukosten einer Neubaumaßnahme und drastisch reduzierten Nebenkosten wandelte sich ein Verlustobjekt zum wirtschaftlich betriebenen Vorzeigeobjekt des Hochschul-Sozialwerks in Wuppertal. Heute wirbt die Universität unter anderem mit der entstandenen vorbildlichen Infrastruktur, die für die Studierenden vorgehalten wird.