Leitgedanke des architektonischen Modernisierungskonzepts ist es, die Eigenarten des Bestandes zu nutzen und diese zum tragenden Element der gestalterischen Ausprägung zu entwickeln. Die Funktionsbereiche des Gebäudesockels und der neu formulierte Eingang werden in städtebaulich prägnanter Weise an der Platzkante angeordnet. Die äußere Gestaltung wird im Sockelbereich durch das umlaufend einheitliche, perforierte Fassadenmaterial geprägt. Die Obergeschosse sind charakterisiert durch die Überlagerung des übernommenen Fassadenrasters und des neue Innenausbausystems. Der Fensterflächenanteil wurde durch Rückschnitt der Brüstungen unter Berücksichtigung und Optimierung von Tageslichtautonomie, Transmissionswärmeverlust sowie sommerlichem Wärmeschutz auf Basis der durchgeführten thermischen Simulationen festgelegt. In der Planung unserer Bauvorhaben untersuchen wir stets standortspezifische Möglichkeiten zur Energieversorgung. Mittels regenerativer Energiequellen oder der Energieüberschussnutzung aus angrenzenden Liegenschaften kann oft ein dezentraler Energieverbund realisiert werden.