Bauen im Bestand

Grundschule Moltkestrasse
Essen

 
 

Geldspeicher wird zum Wissensspeicher

Mit der Umnutzung des ehemaligen Gebäudes der Deutschen Bundesbank in Essen entsteht ein neuer Bildungsort im Moltkeviertel. Ziel ist es, die bestehende Bausubstanz ressourcenschonend weiterzuentwickeln und in eine vierzügige Grundschule mit Ganztagsangebot, Mensa und Sporthalle zu transformieren. Während die Tragstruktur des Bestands erhalten bleibt, wird die Hülle in Holztafelbauweise energetisch saniert und der Anbau sowie die Aufstockung in Holzbauweise ergänzt. 

 

Das ehemalige Bankgebäude mit seiner Gebäudetiefe von ca. 25m und dem aufgelösten Tragwerk im Inneren bildet die Grundlage für ein flexibles Raumkonzept. Durch den Abbruch der nicht nutzbaren Wohngeschosse und Aufstockung sowie Anbau lassen sich die Flächenbedarfe der zukünftigen Grundschule räumlich umsetzen. Die Freifläche des Grundstücks werden als Schulhof gestaltet und durch die nutzbare Sporthallendachfläche ergänzt.

 

 

 

 
 

Projekt

Grundschule Moltkestrasse
Essen

 

 
 

Themenbereich

Lernen & Bildung

 

 
 

Bauherr

Immobilien Management Essen GmbH
Depenbrock

 
 
 
 

CO2

Durch den Erhalt werden ca. 4.500 m³ Stahlbeton und dessen graue Energie weiterhin genutzt.
 
 
 
 

Ein Projekt, das einen ökologischen und sozialen Beitrag leistet

Durch den Erhalt des Rohbaus konnten wir rund 4.500 m³ Stahlbeton samt grauer Energie weiter nutzen – das entspricht einem massiven Betonwürfel mit 16,5 m Kantenlänge.

Damit bleiben 1.500 t CO₂-Äquivalente im Bestand gebunden, und zugleich werden zusätzliche Emissionen von 970 t CO₂-Äquivalenten vermieden, die bei einem Neubau in Stahlbeton-Skelettbauweise angefallen wären. So schont der Erhalt Ressourcen und die Transformation schafft einen lebendigen Ort der Bildung für die Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

Das Innenraumkonzept sieht Lerncluster mit einer multifunktional nutzbaren Mitte vor.Transparente Wände bieten Blickbeziehungen zwischen den Lernbereichen und tragen zu einem inspirierenden Lernumfeld bei. Der zweigeschossige Tresorraum wird in einen Bewegungsraum umgebaut.

 

Die Umnutzung der ehemaligen Bundesbank zeigt beispielhaft, wie aus einem funktional überholten Verwaltungsgebäude ein lebendiger Bildungsort entstehen kann – ressourcenschonend, nachhaltig und mit einem klaren Mehrwert für den Stadtteil.

 
 
 
 
 
 

In Zusammenarbeit mit

KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur, Düsseldorf

 
 
 

Cluster

Präzise architektonische Transformation ermöglicht moderne Lernkonzepte auch in Bestandsgebäuden.