Bauen im Bestand

Seniorenwohnheim Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung Wuppertal

 
 

Das Seniorenwohnheim der Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung liegt in einer schönen Parkanlage in einem ruhigen Wohnviertel am nördlichen Rand Wuppertals.

 

Die Seniorenwohnanlage und die umliegenden Altenwohnungen für betreutes Wohnen der Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung in Wuppertal wurden gemäß dem Ende der 1960er-Jahre geltenden Standard für Seniorenheime mit "Hotelcharakter" geplant und ausgeführt.

Dieser Ansatz entspricht heute nicht mehr, dem immer größer werdenden Anteil an pflegerischer Betreuung und Versorgung. Dringend notwendige Änderungen im Raumprogramm des bestehenden Seniorenwohn- und pflegeheims waren nur mit einer grundlegenden und sehr weitreichenden Modernisierung des Bestandes zu erreichen.

 
 

Projekt

Seniorenwohnheim
Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung, Wuppertal

 
 

Themenbereich

Pflegen & Gesundheit

 
 

Bauherr

Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung, Wuppertal

 
 
 
 
 

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Bauabschnitte bei laufendem Betrieb.

 
 
 

Die aufwendigen Umbaumaßnahmen waren bei laufendem Betrieb in einzelnen Bauabschnitten durchzuführen - auch um zusätzliche Kosten für Provisorien zu vermeiden. Die auf der Südseite des viergeschossigen Wohntrakts vorhandenen Loggien wurden zum Wohnraum hinzugezogen, sodass in den einzelnen Zimmern jeweils ein behindertengerechtes Duschbad eingerichtet werden konnte.

Die Wohnebenen erhielten großzügige gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche. Die allgemeinen Sanitärbereiche wie Pflegebäder, gemeinschaftliche WC-Anlagen, Dienstzimmer und Medizinräume galt es den aktuellen Standards anzupassen. Die differenzierte Farb- und Materialwahl sowie großzügige natürliche Belichtungen schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

 
 
 

In der Anlage konnte auch nach den baulichen Anpassungen an aktuelle Standards die Anzahl der 92 Bewohnerplätze erhalten bleiben, dabei wurde eine Einzelzimmerquote von 80% realisiert.

 
 

Pro Bewohner ermittelt sich heute eine Nettogrundfläche von 53,6 m². Die Gartenseite des viergeschossigen Wohnriegels wurde um die Tiefe der Einbauten behindertengerechter Duschbäder erweitert. In dem Zuge mussten die direkt anliegenden Außenbereiche mit ihren Wegeführungen gemäß Brandschutzgutachten als Fluchtwege neu ausformuliert werden. Auch eine behindertengerechte Anbindung an das Gebäude und eine behindertengerechte Erschließung der gesamten Außenanlage galt es zu berücksichtigen.

Über bodentiefe großzügige Fensterformate wird den Bewohnern aus ihren Zimmern heraus erneut der Blick ins "Grüne" geboten. In den geschlossenen, in Blautönen gehaltenen Glaspaneelen spiegeln sich die Schatten- und Wolkenbilder wider, so wandelt sich die Fassade im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten.