Bauen im Bestand

Sparkasse
Krefeld

 
 

Leitgedanke des architektonischen Modernisierungskonzepts war, die Eigenarten des Bestandes zu nutzen, in dem die Lösungsansätze des Entwurfs nicht nur funktionale und technische Optimierung beinhalten, sondern zugleich auch tragendes Element der architektonischen und gestalterischen Ausprägung sind.


Die Funktionsbereiche im Gebäudesockel und der neuformulierte Eingang wurden in städtebaulich prägnanter Weise an die Platzkanten des vorgelagerten Luisenplatzes angeordnet. Die äußere Gestaltung wird im Sockelbereich durch ein umlaufendes, einheitliches und perforiertes Fassadenband geprägt. Die Obergeschosse sind charakterisiert durch die Überlagerung des übernommenen Fassadenrasters und des neuen Innenausbausystems.

Der Fensterflächenanteil wurde durch Kürzen der Brüstungen vergrößert und unter Berücksichtigung der Optimierung von Tageslichtautonomie, Transmissionswärmeverlust sowie sommerlichem Wärmeschutz auf Basis der durchgeführten thermischen Simulationen festgelegt.

Im Büro der Zukunft steht der Mensch wieder im Mittelpunkt des Organisationsprozesses. Er kann gemäß den Anforderungen aus seinen Tätigkeitsfeldern zwischen Rückzugs-, Besprechungs- und Teamräumen wählen. Die baulichen und technischen Maßnahmen sind dabei so zu wählen, dass alle Einteilungen des "Reversiblen Büros" und des "Flex Office" möglich sind. Dieser Ansatz wird mit der Modernisierung der Sparkasse Krefeld umgesetzt.

 
 

Projekt

Sparkasse Krefeld

 
 

Themenbereich

Arbeiten & Verwalten

 
 

Bauherr

Sparkasse Krefeld

 
 

+30%

Flächeneffizienz.

 
 
 
 
 
 

Mit wirtschaftlichen Ausbaurastern konnte die Belegungskapazität im Vergleich zum Bestand um über 30% erhöht und gleichzeitig die Qualität der Arbeitsplätze maßgeblich verbessert werden.

Freigestellte Raumteiler nehmen die bestehende Tragstruktur und die Haustechnik auf, dienen als Schränke und lassen Sichtachsen durch die Büroeinheiten frei. Nutzerspezifisch wurden hier Zellenbüros kombiniert mit Sonder- und Gemeinschaftsflächen, die 40 Prozent des Gesamtflächenanteils einnehmen. So konnten in die Hauptverwaltung das Aus- und Fortbildungs- sowie das Firmenkunden-Zentrum, das Electronic-Banking-Center, Tagungsräume, ein Speisesaal und der Vorstandsbereich mit Lounge integriert werden.

 
 

Awards

Auszeichnung guter Bauten 2014
BDA Linker Niederrhein
Engere Wahl

 
 

Verwandte Bereiche

Ressourceneffizienz

 
 
 
 
 
 
 
 

Die Energieeffizienz des modernisierten Atriumgebäudes und ein effektives Energiemanagement im Quartiersverbund sind Bestandteile eines ganzheitlichen Entwurfs.

 
 

In der Planungsphase wurde untersucht, ob mittels regenerativer Energiequellen oder einer Energieüberschussnutzung aus angrenzenden Liegenschaften die Umsetzung eines dezentralen Energieverbunds möglich ist. Im Atriumgebäude der Sparkasse Krefeld wird zur Kühlung der Sonderbereiche die im Sommer im Überschuss vorhandene Energie der Fernwärme genutzt. So kann die aus kommunaler Müllverbrennung ganzjährig entstehende Energie auch im Sommer sinnvoll eingesetzt werden.

Durch die Auswahl aufeinander abgestimmter passiver und aktiver Kühl- und Heizkomponenten sowie einer Raumlufttechnik mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung kann die nach EN 15251 höchste Komfortklasse 1 realisiert werden - bei gleichzeitiger Unterschreitung der Werte der zur Bauzeit geltenden Energieeinsparverordnung um 25%. Grundlegende Maßnahmen hierfür sind die Optimierung des Fensterflächenanteils, der Einsatz intelligenter, Tageslicht lenkender Sonnenschutzsysteme und eine das Gesamtsystem aus Sonnenschutz, Lüftung und Beleuchtung steuernde Gebäudetechnik.

 
 

In Zusammenarbeit mit

Saal 3 Architektur, Düsseldorf
FSWLA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf