Bauen im Bestand

Studierendenwohnheim Sumperkamp Bochum

 
 

Das Studierendenwohnheim Sumperkamp in Bochum wurde in den 1970er und 1980er Jahren in mehreren Bauabschnitten errichtet und weist heute erhebliche planerische, bauliche und energetische Mängel auf.


Es sollte zu seiner Bauzeit insbesondere auch Studierenden mit Behinderung Wohnraum in unterschiedlichen Wohnformen anbieten. Statt bisher 240 sollen zukünftig rund 300 Studierende in dem Ensemble wohnen. Dabei wird mit dem Gebäude ein nachhaltiges, neues Zuhause angeboten. Das Wohnheim befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bochumer Uni-Center und ist damit ausgezeichnet an die notwendigen Versorgungseinrichtungen angeschlossen. Die Ruhr-Universität Bochum ist fußläufig erreichbar. 

Geplant ist eine zeitgemäße Neustrukturierung des Bestands. Die kleinen Zimmer werden zu Wohneinheiten unterschiedlicher Bewohneranzahl mit eigenem Bad und Küche zusammengruppiert. Das bestehende, schräge Dach wird zurückgebaut, stattdessen wird ein Staffelgeschoss aufgestockt, in dem überwiegend Einzelapartments mit eigenem Bad und Küche entstehen. Darüber hinaus wird das Gebäude um einen dreigeschossigen abgewinkelten Riegel erweitert. Dieser Teil besteht überwiegend aus Einzelapartments mit eigenem Bad und Küche. Zusätzlich werden im Erdgeschoss gemeinschaftlich genutzte Flächen für die Bewohner angeboten. Durch die abgewinkelte Form der Erweiterung entsteht ein grüner Innenhof, der den Bewohnern als privater Außenraum zur Verfügung steht. 

Die Weiternutzung von Bestandsbauten, deren Sanierung, Um- und Weiterbau ist in der Regel mit einem deutlich geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden als ein Abriss und Neubau, wenn die Graue Energie einbezogen wird. Die Materialien und Bauteile des Bestandsgebäudes werden erfasst, bewertet und in Teilen wiederverwertet. So können tonnenweise CO2 und Abfall eingespart werden.
 

 
 

Projekt

Studierendenwohnheim Sumperkamp, Bochum
 

 
 

Themenbereich

Wohnen & Leben
 

 
 

Bauherr

AKAFÖ Akademisches Förderungswerk A.ö.R., Bochum

 
 
 

Die Weiternutzung von Bestandsbauten ist in der Regel mit einem deutlich geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden als ein Abriss und Neubau. Die Materialien und Bauteile des Bestandsgebäudes in Bochum werden erfasst, bewertet und in Teilen wiederverwertet. So können tonnenweise CO2 und Abfall eingespart werden.

 
 

Der Bestand wird dabei so stark überformt, dass er kaum wiederzuerkennen ist. Im Rahmen der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen soll ein besonders energieeffizientes und nachhaltiges Gebäude im Passivhausstandard errichtet werden. Die Förderung erfolgt als sogenannter „Neubau im Bestand“.

Die neue hochwärmegedämmte Fassade mit einer Holzbekleidung besteht aus vorgefertigten TES-Fassadenelementen. Bei der TES Fassade handelt es sich um ein komplexes System aus Holzrahmenelementen zur energetischen Modernisierung von Bestandsbauten. Mit den vorgefertigten Bauteilen und einer umfassenden Methode von der Planung bis zur Montage lassen sich Baukosten exakt definieren, Bauzeiten vor Ort verkürzen und Fassaden in hoher technischer Qualität verwirklichen. So können die Vorteile des vorgefertigten Holzbaus auch für die Sanierung von Gebäuden genutzt werden.

Die Aufstockung und die Erweiterung des Bestands sind in Holzbauweise geplant; der Erweiterungsneubau soll als tragende Holzbaukonstruktion realisiert werden. Mit Unterstützung der Wohnraumförderung kann der Bauherr, das AKAFÖ (Akademisches Förderungswerk, A.ö.R.) sein Wohnangebot maßgebend verbessern.
 

 
 

Verwandte Bereiche

Ressourceneffizienz

 

 
 

In Zusammenarbeit mit

wbp Landschaftsarchitekten, Bochum

Pirmin Jung Deutschland, Remagen