Haus der offenen Ferne
Wasserkuppe, Fulda

An zentraler Position der Wasserkuppe entsteht das neue Empfangsgebäude als erste Anlaufstelle und Verweilort für die Besucher*innen der höchsten Erhebung Hessens. Der Neubau reagiert in Form und Ausrichtung auf die besondere Lage sowie die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Ortes.
Geplant ist ein ungerichteter, runder, zweigeschossiger Baukörper. Besondere Qualität entsteht durch die versetzten Mittelpunkte von Innenhof und Außenform: Das Gebäude öffnet sich dort, wo Raum für Begegnung und Aufenthalt benötigt wird, und verschlankt sich, wo Durchblicke und Bewegungsachsen entstehen sollen. So entsteht kein statischer Körper, sondern eine dynamische Figur, die den Bewegungsfluss der Landschaft aufnimmt und durch sich hindurchführt. Innen und außen, Natur und Architektur, verschränken sich zu einem kontinuierlichen Weg.
Begegnen & Kultur
2. Platz
Landkreis Fulda
Der Gebäudesockel ist in Massivbauweise mit Lochfassade geplant und fügt sich durch seine Einbettung in die Topografie harmonisch in den Ort ein. Die Fassadenflächen werden als hinterlüfteter Natursteinsockel aus ortstypischem Basalt ausgeführt, der die geologische Identität der Wasserkuppe aufnimmt und das Bauwerk fest im Ort verankert.Darauf ruht das Obergeschoss als ringförmige Stahlkonstruktion.
Das Tragwerk ermöglicht eine flexible, weitgehend stützenfreie Organisation der Innenräume und eine großzügige Pfosten-Riegel-Verglasung, die den Blick in die Landschaft öffnet. Für Sonnen- und Sichtschutz sorgen vertikal montierte Holzlamellen, die in 60 cm Abstand vor der Glasfassade angeordnet und an einem umlaufenden Wartungsgang befestigt sind. Diese Schichtung verleiht der Fassade Tiefe und erzeugt ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten, das sich im Tagesverlauf verändert. Zugleich gewährleistet der Wartungsgang eine einfache Pflege und langfristige Nutzbarkeit der Konstruktion.
KRAFT.RAUM.